Hasenacker

Sports Centre

Männedorf

Hasenacker Sports Centre

Trästenbergweg

8708 Männedorf/ZH

Switzerland

Gestaltung/Architektur

Das Konzept für die neue Doppelturnhalle Hasenacker basiert auf der Weiterentwicklung der von uns erstellten Sporthalle Buchholz in Uster.  Die 3-fach Sporthalle Buchholz ist für 1000 Zuschauer konzipiert und wurde ebenfalls aufgrund eines Architekturwettbewerbes erstellt.

Die durch den Bau, Betrieb und Unterhalt der Sporthalle in Uster  gewonnen Erfahrungen ermöglichen es uns, auf der Basis real gemessener Werte eine optimierte Lösung für die Doppelturnhalle Hasenacker anzubieten. 

Die bei der Sporthalle Buchholz gewonnen Erfahrungswerte garantieren uns für die Doppelturnhalle Hasenacker somit:

- eine maximale natürliche Belichtung

- ein erprobtes optimales Klimakonzept

- eine durch Nachmessungen bestätigte ideale Akustik

- eine einfache Orientierbarkeit und höchste Benutzerfreundlichkeit

- einen minimalen Energiebedarf

- ein minimales Bauvolumen

- optimierte Betriebs und Unterhaltskosten

Die neue Doppelturnhalle Hasenacker fügt sich durch seine Ausrichtung harmonisch in die Landschaft ein. Das Plazieren der Garderoben auf der Hangseite ermöglicht einen minimalen, leichten Hallenbau welcher sich zur Umgebung für Aus- und Einblicke öffnet .

Zuschaueranlagen

Der Zuschauerbereich bietet 150 Sitzplätze. Die Zuschauergalerie ist vom Eingangsfoyer sowie direkt von Aussen zugänglich. Sportler- und Zuschauerbereiche können bei Anlässen auf diese Weise ideal getrennt werden. 

Die Anordnung der Zuschauer auf der Nordseite bietet folgende Vorteile: 

- optimale Sicht auf das Hallenfeld

- attraktiver Ausblick

- ebenerdiger Zugang

- behindertengerechter Zugang

- Trennung Sportler-/Zuschauerbereich

- Einblick vom Weg in Sporthalle möglich

- einfache Orientierbarkeit

Behindertensport

Das Gebäude wurde, wie die Sporthalle in Uster, in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Invalidenverband (SIV-ASI) durchgehend behindertengerecht (Sportler und Zuschauer) geplant:

- Durchgänge sind min. 1m breit, sowie Türen min. 80cm.

- Sämtliche Eingänge und Umkleideräume befinden sich im Erdgeschoss.

- Die Zuschauertribüne wird ebenerdig erschlossen.

- Sämtliche Türen sind schwellenlos ausgebildet.

- Einrichtungen werden in für Rollstuhlfahrer optimalen Höhen plaziert.

Farb- und Materialkonzept

Unsere Erfahrung mit der Sporthalle Buchholz erlaubt uns eine bewährte Auswahl von Materialien und Oberflächenstrukturen im Hinblick auf Lebensdauer und Unterhalt. Es werden nur abbaubare und schadstoffarme Baumaterialien verwendet.

Die Südfassade besteht aus grossflächigen Glaselementen, gehalten von einer Pfosten- Riegelkonstruktion. Die Ost- und Westfassade bestehen nach Wunsch der Bauherrschaft aus selbsttragenden transluziden Elementen oder aus Metallpaneelen. Das Dach wird extensiv begrünt. Innenwände sind wo möglich roh belassen. Duschen und Garderoben entsprechen den üblichen, geforderten Ansprüchen.

Das Farbkonzept unterstützt das Wohlbefinden  der Benutzer.  Bereiche wie Garderoben und Duschen werden in  warmen Farbtönen gehalten.  Die ‚öffentlichen Bereiche‘ wie Turnhalle, Zuschauertribüne, leben von den natürlichen Farben der Materialien welche sich im Spiel des Tageslichtes verändern. In diesen Bereichen setzen die Benutzer die farblichen Akzente.  Das Farbkonzept wird selbstverständlich mit den Wünschen der Bauherrschaft abgestimmt

Bauökologie

Sehr niedriger Betriebsenergieverbrauch

Zum Betrieb der Sporthalle ist nur noch ein minimaler Energieaufwand notwendig. Der Heizenergiebedarf liegt gut 55 % unter dem kantonal zulässigen Grenzwert. Eine allfällige Sonnenkollektorenanlage erwärmt 60 % des benötigten Warmwassers.

Optimale Tageslichtnutzung, Entladungslampen mit höchstem Wirkungsgrad in der Halle, zonenweise Präsenz- und Dämmerungsschalter für die Beleuchtung in den übrigen Räumen sowie eine energieeffiziente Lüftungsanlage minimiert den Stromverbrauch. 

Geringer grauer EnergieinhaltDie Konstruktion ist bezüglich grauer Energie optimiert. Die Trennwände werden aus Kalksandstein erstellt. Statt einer Bodenplatte aus Stahlbeton kommt ein wesentlich umweltreundlicherer Kieskoffer mit Asphaltüberzug zur Anwendung.

Zur Herstellung von Beton soll Zement verwendet werden, der mit Hilfe neuer Brennstoffe (Altpneus, Altholz, Klärschlamm) hergestellt wird. Recyclingbeton kommt konsequent zum Einsatz, wo es die erforderliche Betonqualität zulässt.

Optimale Tageslichtnutzung

Die transparenten Süd- und Nordfronten ermöglichen eine optimale Tageslichtnutzung. Dadurch ergibt sich eine Steigerung des Wohlbefindens und des Benutzerkomfortes bei gleichzeitig niedrigem Elektrizitätsverbrauch.

Materialisierung, Umweltverträglichkeit, Lebensdauer

Es kommen nur giftklassenfreie Farben und Anstriche zur Anwendung. PVC-haltige Materialien, sowie solche die (H)FCKW zur Herstellung benötigen werden vermieden. Konstruktionen und Oberflächen werden unterhalts- und reinigungsfreundlich gestaltet. Wo möglich, werden lokal hergestellte Bauteile eingesetzt.

Ressourcen

Ökologisch sinnvolle Produkte - auch Recyclingmaterial - werden bevorzugt eingesetzt.

Die umweltfreundlichste Energie ist die gesparte. Das Projekteinblick - ausblickbenötigt nur noch minimale Mengen nichterneuerbarer Betriebsenergie. Die transparente Südfront - in Kombination mit der bei Besonnung flink reagierenden Radiatorheizung - ermöglicht eine optimale passsive Sonnenenergienutzung. Sonnenenergie wird allenfalls auch aktiv zur Wassererwärmung genutzt (Option). Zeitgesteuerte, wassersparende Duschköpfe und Armaturen garantieren einen geringen Wasserverbrauch.

Stoffwechselkreisläufe

Durch die extensive Dachbegrünung wird die einzuleitende Regenwassermenge stark reduziert. Gleichzeitig wird die Halle im Sommer etwas gekühlt. Die Konstruktionen werden bezüglich Trennbarkeit und Wiederverwertbarkeit optimiert.

Bauablauf, KontrollenDer Bauablauf wird nach ökologischen Gesichtspunkten organisiert und kontrolliert.